Pressespiegel

Kölner Wochenspiegel, Donnerstag 01.11.2012


Spende für Kunsthaus "KAT 18"

Charity-Essen des Clubs "Soroptimist" erbrachte 5.000 Euro

Anna Rossa, Janine Müller, Jutta Pöstges, Irmgard Zierden, Alexandra Ebinghaus, Gudrun Meyer, Tanja Geiß, Gregor Gehrmann und Heike Iserlohe (v. l.) freuten sich stellvertretend für Künstler, Organisatoren und Spender über einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro.

Innenstadt (ha). Mitglieder des "Frauen-Serviceclub Soroptimist International Köln" demonstrierten ihre Solidarität für die Kunst. Bei einem Charity-Essen zugunsten von Künstlern mit Handicap zeichneten die Damen im Restaurant "Le Bistrot 99" nicht nur für das Kochen verantwortlich, sondern warben auch erfolgreich für eine Ausstattung des Kunsthauses "KAT 18" in der Südstadt.
Insgesamt spendeten die Gäste 5.000 Euro, die in fünf Arbeitsplätze in der Stätte fließen werden. Im ehemaligen Brauereigebäude sollen zukünftig bis zu 30 Künstler mit geistigen Beeinträchtigungen unter professionellen Bedingungen ihre Werke realisieren können.

"Wir möchten an diesem Ort Menschen im Geiste der Kunst zusammenführen. Als therapeutisches Beschäftigungsprojekt verstehen wir uns nicht", unterstreicht die Leiterin des Kunsthauses, Jutta Pöstges, das Anliegen der Einrichtung. Unter der Trägerschaft der Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) wird das Haus am Kartäuserwall 18 zurzeit auf einer Fläche von 750 Quadratmetern für die neue Nutzung umgebaut. Künstler aus allen Genres sollen in den nächsten Monaten eine Steigerung der Arbeitsplatzqualität erfahren.

Die Sanierungsmaßnahmen sollen im Februar 2013 abgeschlossen sein. Den überwiegenden Anteil der Investitionskosten übernehmen die Stadt Köln und der Landschaftsverband Rheinland. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 600.000 Euro. "Wir sind dennoch auf Spenden angewiesen. Daher sind wir den Initiatoren sowie den Gastgebern des Charity-Essens sehr dankbar für ihre Hilfe. Von den Geldern erwerben wir höhenverstellbare Arbeitstische und Stühle sowie Regale", freut sich Jutta Pöstges über die Verbundenheit zwischen Menschen mit und ohne Handicap.
"Ich habe früher in einer Holzwerkstatt oder zuhause gemalt. Das ging sehr versteckt vor sich. Hier ist es viel besser, da ich nun in einem großen Atelier arbeiten kann. Außerdem trifft man hier Menschen und ist schnell in der Stadt. Das hat mir immer gefehlt", zeigt sich Künstlerin Janine Müller von den neuen Rahmenbedingungen für ihre Werke begeistert.

Die Projektleitung bietet Künstlern mit Handicap freie Stellen im Kunsthaus an. Derzeit werden noch sieben bis zehn Personen gesucht. Interessenten an einem Casting melden sich bei Jutta Pöstges, Telefon 0160/ 90456001.

Spenden für die Gemeinnützige Werkstätten GmbH nimmt die Bank für Sozialwirtschaft, Konto-Nummer 5065724, Bankleitzahl 37020500 unter dem Stichwort "Kunsthaus KAT 18" entgegen.
Der "Frauen-Serviceclub Soroptimist International Club" versteht sich als Stimme von Frauen für Frauen.

Letzte Änderung: Mittwoch, 31.10.2012 12:15 Uhr

Quelle: Kölner Wochenspiegel, Donnerstag 01.11.2012

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