Kunstreise in den Norden Deutschlands am 29.02/01.03.2008


Ende Februar 2008 machten sich zwei Kölner Club-Schwestern, Adelheid Rahmen-Weyer und Gudrun Sievers-Flägel, auf den Weg nach Emden, um der interessanten Einladung des dortigen Clubs Norden/Ostfriesland zu folgen. Das Interesse galt der Kunsthalle zu Emden, welche seit der Gründung durch Henry Nannen im Jahre 1986 von der Soroptimistin Eske Nannen geführt wird.

 

Eske Nannen in den kunstpädagogischen Räumlichkeiten der Kunsthalle Emden.

Das zweitägige Treffen der Sorores begann mit der Einladung zu einem maritimen Imbiss in das Privathaus von Eske Nannen. In gemütlicher Atmosphäre der Wohnräume, welche geprägt sind durch interessante Kunstwerke und Erinnerungsstücke an Henry Nannen und den „Stern“, ergaben sich vielfältige persönliche Gespräche zwischen den aus ganz Deutschland angereisten Gästen.

E. Pieper-Rapp-Frick, Eske Nannen (Mitte)

Der folgende Tag war ganz der Vorstellung der Kunsthalle gewidmet sowie dem Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Garten Eden – der Garten in der Kunst seit 1900“ . Mitten im grünen Herzen der Stadt am Emdener Stadtgraben gelegen, fügt sich die Kunsthalle städtebaulich bestens in ihre Umgebung ein. Das Ehepaar Spengelin aus Hannover, das bereits für den Entwurf der 1986 eröffneten Kunsthalle in Emden verantwortlich zeichnete, konzipierte auch die stimmige Erweiterung des architektonischen Ensembles, welche im Jahr 2000 fertig gestellt wurde. Mit der im April 2006 begonnenen Modernisierung des älteren Gebäudes wurde die neuerliche Erweiterung am 01.Dezember 2007 abgeschlossen. (architektonische Planung durch die Arbeitsgemeinschaft Venneberg und Zech/Spengelin als Sieger eines Wettbewerbs). Hauptmaßnahme war dabei, die Klima- und Haustechnik auf den neuesten Stand zu bringen. Darüber hinaus wurden der Innenhof überdacht sowie ein großer Bootsanleger vor dem Haus gebaut.

 

Dass mit dieser Modernisierung die hohen technischen Standards für zeitgenössische Museen in vorbildlicher Weise erfüllt wurden, dokumentierte die zur Wiedereröffnung im Dezember 2007 gezeigte Sonderausstellung „Garten Eden“. Erstmals unternahm eine Ausstellung einen ausgedehnten Streifzug durch den Garten in der Kunst vom Beginn der Klassischen Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Sie vereinte 200 Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen von 106 Künstlern aus 21 Ländern aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Installationen zu einem repräsentativen Überblick.

Die 1983 von Eske Nannen gegründete Malschule feierte 2008 ihr 25jähriges Bestehen. Sie zeigt in vorbildlicher Art und Weise, wie Museum und Kunstvermittlung, ästhetische Übung und künstlerischer Ausdruck, Leben und Bildung wirken können. „Viele Künste unter einem Dach“ – so lautet das Motto von Eske Nannen für ihre Malschule. Sie wendet sich mit ihren Angeboten an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Programm umfasst alle Bereiche der Kunst. Ziel ist es, Fantasie, Kreativität und Vertrauen in die eigene schöpferische Kraft zu fördern. Frei von Leistungsdruck und schulischen Strukturen können die TeilnehmerInnen ab 3 Jahre bis ins hohe Alter experimentieren und unter fachkundiger Leitung eigene Ideen und Gedanken umsetzen.

Die umsichtige Betreuung durch die ostfriesischen Clubschwestern mit ihrer großzügigen Gastfreundschaft ließ dieses soroptimistische Treffen zu einem besonderen Erlebnis werden.


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