Soroptimistischer Dreiergeburtstag am Clubabend


Am 9. Juli 2008 vollendete Laura Gläser-Weisser ihr 70., die Clubpräsidentin Adelheid Rahmen-Weyer ihr 60. und Sylvia Achenbach ihr 50. Lebensjahr. Ohne den Soroptimismus hätten diese drei Frauen vermutlich nie zueinander gefunden, und der Club Köln hätte kein so wunderschönes Geburtstagsfest erlebt. (Antje Hellwig, Club Köln)

 

Sylvia Achenbach (9.7.1958)
Laura Gläser-Weisser (9.7.1938)
Adelheid Rahmen-Weyer (9.7.1948)


Ansprache von Gisela Eickelberg

Geburtstage sind zum Feiern und zum Danken da, - so einfach ist das Leben für uns alle nicht und das Danken kommt dabei viel zu kurz, auch bei uns, finde ich.

Fange ich mal bei Sylvia an, diesem liebenswürdigen, einflussreichen Organisationstalent, immer fröhlich, immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Die Angst, dass sie beim letzten großen Geburtstag versprochen hatte, nach Neuseeland auszuwandern, war Gottlob umsonst, sie meisterte wieder alles.
Ich denke gerade, Sylvia wird ja erst fünfzig, glücklich kann sich der Club schätzen, sie noch viele Jahrzehnte zu haben, dieses Talent, über den Tellerrand hinaus zu gucken, wie kürzlich bewiesen. Ich finde Deine Einsatzfreude und selbstverständliche Hilfsbereitschaft sind besonders hervor zu heben und haben ein herzliches Dankeschön verdient.

Bei Adelheid habe ich oft an die Hauruckidee des damaligen Bundespräsidenten gedacht. Mit großem Öffentlichkeitsgetöse rief Herzog dazu auf, es muss ein Ruck durch die Lande gehen. Das Echo war leider sehr bescheiden, der Präsident sehr enttäuscht.
Mit Adelheid ging auch ein Ruck durch den Club, aber sehr sanft und leise und äußerst geschickt. Politiker könnten von ihr lernen. Ohne Getöse gelang sehr viel, besonders auch im öffentlichen Raum, und das ist in der heutigen Zeit äußerst wichtig.
Nur ganz kurz: Treffen mit der Friedensnobelpreisträgerin Shririn Ebadi aus dem Iran, Unterstützung der Aktion Caremobil mit maßgeblichen Frauenverbänden, Treffen mit der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard in Düsseldorf, Unterstützung ihres äußerst sinnvollen Projektes, das von Adelheid überhaupt erst ausfindig gemacht wurde. Eine Erwähnung bei SI hätte es schon verdient, aber wir sind da großzügig.
Noch in aller Munde der Club-Geburtstag: Wenn es um den 40. ging, der gleich ereignisreich war, und ich fragte, was denn das Beste des Programms gewesen sei, hieß es immer wieder der Männer-Gesangverein und die singende Präsidentin. Beim 50. heißt es, der Nachmittag mit den Vorstellungen und den drei Professorinnen, so etwas gab es noch nie bei SI, einfach toll, und dann natürlich das Konzert am Sonntag. So was Ausgefallenes!
Adelheids Zeit als Präsidentin läuft aus, sie hat Prägungen gesetzt, die für die Zukunft bestimmend sind, wir können ihr dafür nicht genug danken. Dein sanftes Hauruck war beispielhaft, und alle machten mit. Wir danken Dir mit großem Applaus.

Laura hat ein äußerst interessantes Berufsleben hinter sich gebracht. Sie hat uns teilhaben lassen an ihren Erfahrungen aus und mit Afghanistan. Sie weiß aus diesem Teil der Welt – der uns immer stärker interessiert – noch sehr viel mehr, doch in ihrer großen Bescheidenheit hält sie sich zurück. Ich weiß das nur aus den Anmerkungen, die sie so beiläufig bei Tischgesprächen macht. Wir beide haben nämlich etwas Neues entdeckt, ein Tipp, den weiter zu geben sich lohnt. Wie früher in Schul- und Kinderzeiten sagen wir seit einiger Zeit beim Club-Abend „wo sitzde denn heute?“, und in einem Anflug von gegenseitiger Sympathie teilen wir uns manches mit, das etwas außerhalb der Tagesordnung liegt, wie eben Afghanistan! Sonst sind wir abgeklärt und weise und lassen die Geschehnisse an uns vorüber ziehen, es ist auch schön, ein wenig älter geworden zu sein. Laura ist für den Club ein großer Sympathieträger, dem herzlich zu danken ist.

Wir trinken auf die 180 Jahre und feiern gern mit euch!

Gisela Eickelberg

<< Zurück